Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, Rheine

Fachkräftesicherung immer ein Zukunftsthema

Wie die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf durch Partnerschaft in der Krise und Investitionen in die Ausbildung die Zukunftsfähigkeit sichert.

So sehr wir als Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf darauf konzentriert sind, während der Pandemie den Mitgliedsunternehmen der Innungen durch umfangreiche und individuelle Beratungsangebote sowie aktuelle Informationen wirkungsvolle Unterstützung zukommen zu lassen und den Ausbildungsbetrieb für den handwerklichen Nachwuchs in unseren Bil-dungsCentern aufrecht zu erhalten, so richten wir auch den Blick auf wichtige Herausforde-rungen, die sich dem Handwerk auch nach der Corona-Krise stellen werden.

Im Handwerk herrschen Nachwuchs- und damit auch Fachkräftemangel. Dies hat sich auch während der Corona-Zeiten nicht geändert, und die Situation wird sich in den nächsten Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung und einem geänderten Schul- und Berufswahl-verhalten weiter verschärfen. Dem steht eine nach wie vor hohe Nachfrage an handwerkli-chen Produkten und Dienstleistungen entgegen, für die gut ausgebildete Fachkräfte benötigt werden.

Um eine handwerkliche Berufsausbildung für junge Menschen interessanter zu gestalten und die Attraktivität der betrieblichen Ausbildung gerade auch im Wettbewerb zu schulischen und akademischen Bildungsangeboten zu erhöhen, bedarf es passender Rahmenbedingungen in der Region. Die schafft die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf nun mit Förderung durch das Bundesbildungsministerium und die über das NRW-Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zugewiesene Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Aber auch der Kreis Steinfurt und die Stadt Rheine unterstützen großzügig unser Modernisierungsvorhaben. Mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 26 Mio. Euro investiert die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf in die Zukunft des handwerklichen Berufsnachwuchses in der Region und stärkt damit die duale betriebliche Ausbildung.

Modernisiert beziehungsweise neu gebaut wird das BildungsCenter in Rheine, in denen die Auszubildenden im Handwerk aus dem gesamten Kreis Steinfurt in Ergänzung zur betriebli-chen Ausbildung in sogenannten Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen (ÜLU) geschult werden. An der Albert-Einstein-Straße in Rheine entsteht ein neues Gebäude, in dem dann vorrangig in den technischen Berufen wie Kfz-Mechatroniker/in, Feinwerkmechaniker/in, Me-tallbauer/in, Anlagenmechaniker/in für Sanitär-Heizung-Klima (SHK), Elektroniker/in sowie in der Schweißtechnik geschult wird.

Der Rückhalt durch den Kreis Steinfurt und die Stadt Rheine zeigt die große Wertschätzung für unsere Berufsbildungsarbeit und die Bedeutung, dem man dem Handwerk als Arbeitgeber, Ausbilder und Versorger in der Region beimisst.

Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf

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